Neue Wege gehen

Integriertes Pumpen-Heizungssystem für Geschirrspüler vereint drei Komponenten in sich

Von: von Edwin Höfer, Rudi Kitt und Christian Spiegel, Mitarbeiter bei Eichenauer

In Zeiten hoher Lohn- und Energiekosten sowie immer knapper werdender natürlicher Ressourcen sind innovative Lösungskonzepte gefragt. Dies gilt auch für Weiße Ware. Neben dem Anschaffungspreis verkauft sie sich heute mehr denn je über die Energieeffizienzklassen.

 

Sparsam im Betrieb und kostengünstig in der Anschaffung – so hätten Verbraucher gerne alle Geräte, die sie in ihrem Haushalt einsetzen. Hier sind deshalb neue Konzepte gefragt, die Herstellern von Weißer Ware helfen, die Attraktivität ihrer Produkte zu steigern. In gleicher Weise stehen auch die Zulieferer in der Pflicht, mit innovativen Lösungen neue Wege zu gehen.

Die Eichenauer Heizelemente GmbH & Co. KG in Hatzenbühl hat sich dies zu Herzen genommen und nach intensiver Entwicklungsarbeit ein neuartiges Pumpenheizkonzept für Geschirrspüler entwickelt. Herausgekommen ist in Zusammenarbeit mit einem Partner eine integrierte Pumpen-Heizungslösung, die als Komplettsystem die ansonsten getrennt voneinander verbauten Komponenten ersetzt. Das Heizelement wird dadurch zu einem festen Bestandteil des Pumpengehäuses. Um dies verwirklichen zu können, hat Eichenauer auf die sonst verwendeten Durchlauferhitzer verzichtet.

 

Ein kompaktes Bauteil – viele Vorteile

 

Die ideale Anordnung des neuentwickelten Heizelementes gewährleistet dabei eine optimale Wärmeübertragung auf die durchströmende Waschflüssigkeit. Dazu ist das Heizelement ringförmig an dem Pumpengehäuse angeordnet. Es versorgt somit direkt die von der Pumpe auf einer Kreisbahn geförderte Waschlauge mit entsprechender Heizleistung – bei anforderungsgerechter Wärmeübertragung zwischen Heizkörper und Pumpeninnenraum.

Das System wurde erfolgreich getestet und ist betriebsbereit. Aufgrund der kompakten Bauweise ist die neue Lösung montagefreundlicher und benötigt auch weniger Bauraum. Zudem verringern sich Montagezeit und Störanfälligkeit. Faktoren, die sich positiv auf die Herstellungskosten niederschlagen.

 

Heizelement „pumpt“ sich Energie

 

Der besondere Reiz des optimierten Pumpen-Heizelementes liegt jedoch in der höheren Energieeffizienz. Aufgrund der kürzeren Prozesswege muss zudem weniger Wasser erwärmt werden: Das spart nicht nur Strom, sondern senkt auch den Wasserverbrauch. Im Zeitalter immer knapper werdender Ressourcen ein weiterer wichtiger Beitrag zu aktivem Umwelt- und Naturschutz.

 

Neue Löttechnologie ermöglicht innovative Lösung

 

Bis vor einigen Jahren noch wäre die Herstellung des von Eichenauer entwickelten integrierten Pumpen-Heizelementes nicht machbar gewesen. Dies wurde erst mit der passenden Löttechnologie möglich, mit der Aluminium mit Edelstahl flächig und dauerhaft verbunden werden kann.

 

Mit dieser Löttechnik, einem neu entwickelten Ofenlötverfahren, werden Spannungen vermieden, die sich aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnung beider Werkstoffe ergeben hätten. Nur so gelingt die langlebige Verbindung von Aluminium-Heizelement und Edelstahlgehäuse.

 

Heute sind die Pumpen-Heizelemente von Eichenauer als geprüfte, zertifizierte Standard-Komponenten erhältlich. Davon hat der Spezialist für Heizlösungen bislang über 500.000 Stück ausgeliefert, die weltweit in Geschirrspülgeräten von führenden Herstellern zum Einsatz kommen. Und täglich werden es mehr.

 

 

Die Autoren

 

Edwin Höfer

Der staatlich geprüfte Maschinenbautechniker und Industriefachwirt Edwin Höfer, 59, ist seit 1972 als Produkt- und Projektmanager bei Eichenauer Heizelemente in Hatzenbühl beschäftigt. Er führte als Verantwortlicher bei Eichenauer die Technologie des Lötens von Aluminium und Aluminium-Edelstahl bei Heizelementen ein.

 

Rudi Kitt

Der gelernte Maschinenbautechniker Rudi Kitt, 58, steht seit über 35 Jahren in Diensten der Eichenauer Heizelemente GmbH in Hatzenbühl. Seinen beruflichen Werdegang startete er dort als Labor-Meßtechniker, später stieg er zum Laborleiter im Bereich Hausgeräte (Kleingeräte, Wassererwärmung) auf. In dieser Funktion  obliegt ihm heute die gesamte Organisation im Bereich Hausgeräte einschließlich VDE- und UL-Approbationen.

 

Christian Spiegel

Der staatlich geprüfte Elektrotechniker Christian Spiegel, 36, ist bei der Eichenauer Heizelemente GmbH in Hatzenbühl als Projektmanager und Entwickler tätig. Zu seinem Verantwortungsbereich zählen insbesondere Neuprojekte und Innovationen für das Marktsegment Weiße Ware und Lötsysteme. In seinem bisherigen beruflichen Werdegang war er für verschiedene Unternehmen im Bereich Elektrotechnik und Automobilzulieferindustrie tätig.

 

Erschienen in: Hitec Elektrofach, Ausgabe 12, 2008

Pressekontakt:

Ursula Behrens
Leiterin Marketing & PR

 

Eichenauer Heizelemente GmbH & Co. KG
Tel.: 07275/702-165

Mail: ursula.behrens@eichenauer.de


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